Als Schema verbindet die Humansprache Innen und Außen, res cogitans und res extensa, Geist und Welt, oder wie immer man das gefasst hat. Aber diese Sprache ist auch dasjenige, was trennt. Wo Sprache ist, gibt es wohl Verbindungen, Beziehungen zwischen dem Einen und dem Anderen, aber es gibt auch den radikalen Unterschied, und je intensiver ein Wesen sprachlich verfasst ist, desto eher wird es in einer geradezu unendlichen Differenz zu Anderem existieren.
Aristoteles definiert den Menschen als zoon logon echon, als Lebewesen, das Sprache hat. Jetzt könnte man auch sagen: Es ist die besondere Sprache, die einige Lebewesen hat, welche sie damit zu Menschen macht.
Bei Aristoteles sind die Bezugspunkte möglichen Miteinanderredens (Joh. Lohmann), eben die Lebewesen, das erste, und die Sprache ist etwas, das ein Lebewesen haben kann oder auch nicht. Die Sprache ist dann nachrangig. Hier dagegen ist die Sprache das Erste, und was die Sprache dann auf den verschiedenen Ebenen hervorbringt, sind Menschen, Lebewesen verschiedener Art, Moleküle, Elementarteilchen. So entsteht hier, könnte man sagen, mit dem Blick auf die Sprache und die Wesen, welche sie miteinander verknüpft bzw. hervorbringt, eine zur üblichen duale Betrachtungsweise. (Dual hier i. S. d. Mathematik.)