In 3sat machte am 9. Sept. 2011 ein Intellektueller (Schriftsteller, politischer Kommentator?) einen mir sehr vernünftig erscheinenden Vorschlag. Die Pfarrer, Bischöfe oder wer auch immer autorisiert wäre, derartiges in die Wege zu leiten, sollten die Kirchen zu bestimmten Zeiten Moslems wie auch Juden zur Verfügung stellen, so dass diese Gelegenheit bekämen, ihre Glaubensinhalte den jeweils Andersgläubigen vorzustellen. Z. B. würden Christen ihren Gottesdienst wie üblich am Sonntag halten, Moslems könnten freitags über den Islam sprechen und Juden samstags über ihren Glauben.
Es sollte möglich sein, dass ein solcher Vorschlag von den Christen ausginge. Gegenüber dem Islam und dem Judentum scheint das Christentum noch am ehesten in der Lage zu sein, auf seine Brüder im Geist oder Glauben zuzugehen. Was nützt es, wenn christliche Theologen immer wieder darauf hinweisen, dass die drei monotheistischen Religionen denselben Gott verehren, wenn praktisch die Abschottung gegeneinander herrscht? Irgendwie müssen die abrahamitischen Religionen aufeinander zugehen.